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Dolmetschen & virtuelle Konferenzen

Posted on 20. Juni 2020 by in Allgemein, Dolmetschen, Dolmetschen während Corona, Remote Dolmetschen with no comments

Virtuelle Konferenzen sind derzeit auf dem Vormarsch. Wenn man sich persönlich nicht treffen kann oder sollte, bietet es sich an, das Meeting als virtuelle Konferenz stattfinden zu lassen. Im Unternehmensalltag ist dies spätestens seit Corona Gang und Gäbe. Viele Unternehmen nutzen schon immer bestimmte Plattformen zur Kommunikation untereinander. Ob Microsoft Teams, Zoom, Slack – viele Programme bieten nützliche Chatfunktionen, um Entscheidungswege kurz zu halten, sich abzusprechen und insgesamt enger zusammenzuarbeiten. Auch im regulären Büroalltag. Derzeit sind diese Programme wichtiger denn je, da in vielen Büros noch immer das Homeoffice-Prinzip gilt und die Kollegen sich kaum sehen. Virtuelle Konferenzen, Meetings und Absprachen online sind deshalb umso wichtiger.

 

Dolmetschen & virtuelle Konferenzen – Das ist möglich

Nicht nur die kleinen, kurzen Absprachen sind über Zoom & Co. möglich. Dolmetschen & virtuelle Konferenzen – das geht Hand in Hand. Dementsprechend sind auch größere virtuelle Events durchaus machbar. Wenn Sie früher regelmäßig Ihre Vollversammlung als Präsenzveranstaltung abgehalten haben, muss diese nun nicht einfach ausfallen. Durch virtuelle Konferenzen können diese Treffen dennoch stattfinden. Nur eben online.

AuDolmetschen & virtuelle Konferenzen sind auf dem Vormarschch das Dolmetschen bei virtuellen Konferenzen ist durchaus möglich. Wichtig ist dabei, dass das Online-Event vorher gut vorbereitet wird. Im besten Fall würden Sie Ihre Dolmetscher in die Planung mit einbeziehen. Wir können Ihnen durch unsere Erfahrung einen Leitfaden an die Hand geben, mit dem das Dolmetschen bei Ihrer virtuellen Konferenz nicht nur machbar, sondern auch ein voller Erfolg wird. Wichtig sind dabei vor allem zwei Dinge: Die Tonqualität und die Internetverbindung. Diese beiden Faktoren entscheiden maßgeblich darüber, was beim Dolmetscher ankommt.

Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten des Dolmetschens bei virtuellen Konferenzen, zu Plattformen & zur Technik. Sprechen Sie uns gern an!

 

 

Dolmetschen per Video – RSI

Posted on 24. April 2020 by in Allgemein, Dolmetschen, Dolmetschen während Corona, Remote Dolmetschen, RSI, Videodolmetschen with no comments

Momentan ist unsere Wirtschaft aufgrund des Coronavirus und der Angst vor verheerenden Folgen von Covid-19 stark im Wandel. Viele Unternehmen müssen derzeit alternative Lösungswege für die unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche finden. Auch wir wollen Sie dabei unterstützen und haben uns eingehend über das Dolmetschen per Video informiert.

Eigentlich fällt das Videodolmetschen unter RSI. Das steht für Remote Simultaneous Interpreting. RSI kann ganz unterschiedlich aussehen. Der Begriff vereint alle möglichen Arten des Ferndolmetschens, also sowohl das Telefondolmetschen, das Dolmetschen per Video, das Dolmetschen über online Plattformen aber auch das Dolmetschen in sogenannten “Hubs”. Eines haben alle Formen dieser Dolmetschart gemeinsam: Die Teilnehmer befinden sich an unterschiedlichen Orten.

 

Das kann bedeuten, dass

RSI Dolmetscher nicht vor Ortdie Dolmetscher gemeinsam in einem Hub sitzen und von dort aus eine Konferenz verdolmetschen, die an einem anderen Ort stattfindet.

 

 

 

RSI Dolmetscher vor Ort aber in unterschiedlichen Räumendie Dolmetscher in einem anderen Raum am Veranstaltungsort sitzen, weil beispielsweise eine Kabine nicht mehr in den Raum passte.

 

 

 

RSI Teilnehmer zugeschaltetdie Dolmetscher mit den Veranstaltern vor Ort sind, aber einige Teilnehmer per Telefon oder Video zugeschaltet werden

 

 

 

RSI Alle Teilnehmer an unterschiedlichen Ortenalle Teilnehmer oder zumindest einige Gruppen und die Dolmetscher sich an völlig unterschiedlichen Orten befinden und alle an der Konferenz über eine Videoschaltung teilnehmen

 

 

 

Aus den unterschiedlichen Anforderungen ergeben sich natürlich auch unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Im Moment ist es aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen ratsam, Lösungen für den vierten Fall zu finden, da Teilnehmer sich derzeit oft an ganz unterschiedlichen Orten und für Meetings und Konferenzen virtuell zusammenkommen. Technische Lösungen sorgen hier für Compliance mit den Abstandsregelungen. Wir beraten Sie gerne dazu, was technisch in Ihrem Unternehmen umsetzbar und sinnvoll ist. Gerne gehen wir auch auf die Plattformen ein, die Sie bereits verwenden, um Ihren Datenschutz- und IT-Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Sprechen Sie uns gern einfach an.

Simultandolmetschen

Posted on 22. Juli 2019 by in Allgemein, Dolmetschen, Dolmetscher, Dolmetscherin with no comments

Simultandolmetschen

– Kunst oder Nachplappern?

Simultandolmetschen wird im Alltag auch oft als Simultanübersetzung bezeichnet. Dabei ist Dolmetschen etwas anderes, als Übersetzen. Worin genau der Unterschied besteht, lässt sich hier nachlesen. Wenn ich sage, dass ich als Simultandolmetscherin arbeite, sehe ich sehr unterschiedliche Reaktionen. Manche Menschen sind sehr beeindruckt von meinem Beruf, verstehen nicht, wie man gleichzeitig zuhören und sprechen kann und halten meinen Beruf für eine Kunst. Andere sind der Meinung, dass ich ja sowieso nur das sage, was der Redner sagt und es dazu nicht viel braucht.

Meiner Meinung nach ist das Simultandolmetschen weder eine extrem hohe Kunst noch ein einfaches Nachplappern des Gesagten. Es ist ein Handwerk. Ein anstrengendes Handwerk noch dazu. Der Simultandolmetscher muss über einen langen Zeitraum sehr konzentriert sein. Er muss mögliche Hintergrundgeräusche ausbleden. Dabei hilft eine schalldichte Kabine. Damit die Konzentration aufrecht erhalten werden kann, arbeiten Simultandolmetscher immer im Team. Pro zu übersetzender Sprache gibt es also zwei Dolmetscher. Dadurch können die Simultandolmetscher sich immer wieder abwechseln, gegenseitig unterstützen und dadurch eine gute Verdolmetschung gewährleisten.

 

Der Simultandolmetscher – ein wandelndes Wörterbuch?

Selbstverständlich geht es beim Simultandolmetschen nicht nur um die stupide Wiedergabe von Wörtern. Würden wir so arbeiten, käme häufig ein Denglisch heraus, wie man es beispielsweise von Bahnansagen kennt. Da unser Qualitätsanspruch aber hoch ist, wollen wir uns idiomatisch ausdrücken – sowohl in der Muttersprache als auch in der Fremdsprache. Simultandolmetscher müssen also nicht nur die einzelnen Wörter übertragen. Wir müssen verstehen, was der Redner mitteilen will. Wir müssen seine Aussage in eine sinnvolle, grammatisch und inhaltlich korrekte Aussage in der Zielsprache umwandeln. Und dabei müssen wir kontinuierlich mitverfolgen, was der Redner sagt. Unsere Aussagen sollten dabei etwa so lang sein, wie die des Redners, um nicht durch Bandwurmsätze Gefahr zu laufen, viel zu weit hinterherzuhängen. Denn das würde bedeuten, dass wir vermutlich viele wichtige Informationen verlieren oder überhören.

Wie man sich, seine Gedanken und sein Sprechtempo koordiniert, lernt man im Studium. Schnelle Redner, langsame Redner. Redner, die ablesen. Redner, die frei sprechen. Redner, die ihre Sätze nicht beenden oder Redner, die besonders eloquent sind. All diese unterschiedlichen Anforderungen werden schon im Studium “durchgespielt”. Man erlernt Strategien zum sinnvollen Kürzen von langen Sätzen. Strategien zum Aufteilen von Schachtelsätzen. Strategien für eine Atmung, die für den Zuhörer angenehm ist. Strategien zur Unterdrückung von Störlauten, die die Stimme bei Anstrengung fast automatisch macht. Das Simultandolmetschen ist ein Handwerk, kein Hexenwerk. Es ist aber auch kein Kinderspiel, das jeder, der zwei Sprachen spricht, mitspielen kann. Es wird erlernt. Es erfordert jahrelange Anstrengung, Mühen und viel Arbeit – auch über das Studium hinaus. Fortbildungen sind deshalb für jeden Simultandolmetscher auch nach dem Studium sehr wichtig.

Dolmetschen | Simultan und konsekutiv |

Posted on 19. Juli 2019 by in Allgemein, Dolmetschen, Dolmetscher, Dolmetscherin with no comments

Dolmetschen – Was ist das eigentlich?

Oft wird das Dolmetschen (simultan und konsekutiv) mit dem Übersetzen verwechselt. Dabei sind Dolmetschen und Übersetzen eigentlich zwei ganz unterschiedliche Berufe, mit unterschiedlichen Anforderungen und unterschiedlichen Ausbildungen. Gemeinsam haben sie, dass weder der eine noch der andere Beruf in Deutschland geschützt ist. Das bedeutet, dass theoretisch jeder sich Dolmetscher oder Übersetzer nennen kann. Das ist insofern problematisch, als dass leider manche Dienstleister eine Leistungen anbieten, die sie gar nicht erlernt haben.

Unter Dolmetschen, simultan und konsekutiv gleichermaßen, versteht man die mündliche Übertragung des gesprochenen Wortes in eine andere Sprache. Das kann die Fremdsprache oder die Muttersprache sein. Von übersetzen hingegen spricht man, wenn ein Text, also ein schriftliches Dokument jeglicher Art, von einer in die andere Sprache übertragen wird.

 

Warum sind diese Berufe so unterschiedlich?

Bei beidem überträgt man eine Sprache in eine andere – was ist denn jetzt daran so unterschiedlich, mögen Sie fragen. Das Simultandolmetscher im EinsatzDolmetschen stellt eine andere Tätigkeit dar, als das Übersetzen. Beim Dolmetschen ist der Dolmetscher meistens beim Kunden vor Ort. Oft überträgt er das Gesagte zeitgleich, beziehungsweise mit sehr wenig Abstand, in die andere Sprache. Es handelt sich dann ums Simultandolmetschen. Andere Dolmetschmodi sind das Konsekutiv,-, Verhandlungs- und das Flüsterdolmetschen. Da der Simultandolmetscher an das Tempo des Redners gebunden ist, bleibt ihm nicht die Zeit, Wörter nachzuschlagen, Denkpausen einzulegen oder dreimal über die schönste Formulierung nachzudenken. Das hingegen kann der Übersetzer. Beim Dolmetschen geht es deshalb darum, sich möglichst gut und eingehend auf ein Thema vorzubereiten. Das bedeutet, die Fachterminologie am Tag des Einsatzes verinnerlicht zu haben und wichtige Strategien zu kennen. Diese helfen, wenn der Redner viel zu schnell oder viel zu langsam spricht. Der Dolmetscher muss viele Aufgaben gleichzeitig meistern: Er muss zuhören, mitdenken, umdenken, sprechen und sich selbst überprüfen, damit das Gesagte Sinn ergibt, nicht von dem abweicht, was der Redner sagt und alle wichtigen Informationen enthält.

 

Ein anstrengender Beruf

Da das Dolmetschen – simultan und konsekutiv – sehr anstrengend werden kann, wenn man über einen langen Zeitraum arbeitet, werden Dolmetscher fast ausschließlich im Team beauftragt. Nach rund 30 Minuten ermüdet das Gehirn langsam, der Dolmetscher wird in der Folge möglicherweise unaufmerksamer. Er schaltet dann weniger schnell und macht möglicherweise Fehler. Um das zu verhindern, wechselt sich das Dolmetscherteam im 30-Minuten-Takt ab. Wer nicht spricht, unterstützt seinen Teamkollegen, falls Zahlen, Eigennamen oder besondere Fachbegriffe auftauchen. Diese Teamarbeit ist der Schlüssel zu einer guten Verdolmetschung. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Sprachdienstleister darauf besteht, zu Zweit zu erscheinen. Das ist ein Qualitätsmerkmal!

 

C-Sprache

Posted on 18. Juli 2019 by in Allgemein, Dolmetschen, Dolmetscherin with no comments

Die C-Sprache der Dolmetscherin

Die C-Sprache einer Dolmetscherin oder eines Dolmetschers ist die Sprache, die er oder sie nur passiv anwendet. Die Dolmetscherin Dolmetscherin bei der Vorbereitungdolmetscht also aus dieser Sprache in die jeweilige Muttersprache, nicht aber umgekehrt. Die Dolmetscherin muss ihre C-Sprache sehr gut verstehen – auch diese Sprachkenntnisse müssen also ausreichend vorhanden sein, obwohl es sich um eine passive Arbeitssprache handelt. Im Studium vertieft man die bereits vorhandenen Sprachkenntnisse. Der Wortschatz wird dabei erweitert, indem man ganz unterschiedliche fachliche Themen behandelt. Der Master Konferenzdolmetschen bereitet die Studenten außerdem darauf vor, sich schnell ein neues, möglicherweise unbekanntes Themengebiet aneignen zu können. Dies ist wichtig, damit sie im Berufsleben in der Lage sind, neue Fachgebiete zu erarbeiten, sich gezielt auf den Einsatz beim Kunden vorzubereiten und dadurch gute Arbeit zu leisten.

Die EU-Institutionen

Zum Einsatz kommen C-Sprachen insbesondere bei Institutionen, wo das Muttersprachenprinzip gilt. Dies ist – bis auf einige Ausnahmen – beispielsweise im EU-Parlament oder der Kommission üblich. Die Dolmetscherinnen dort sprechen viele verschiedene Sprachen. Sie fügen auch regelmäßig neue Sprachen hinzu, die sie durch Kurse, Selbststudium und Auslandsaufenthalte erlernen, dolmetschen aber immer nur aus diesen Sprachen in ihre Muttersprache und nie in die C-Sprache.

Wenn also eine Dolmetscherin benötigt wird, die beispielsweise ins Französische und aus dem Französischen arbeiten kann, sollte darauf geachtet werden, dass entweder ihre Muttersprache oder ihre B-Sprache Französisch ist. Hat sie Französisch als C-Sprache angegeben, kommt sie für den Auftrag leider nicht infrage.

Wie finden Sie eine Dolmetscherin?

Auf den Seiten des Verbands für Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) können Sie geeignete Ansprechpartner für unterschiedliche Sprachkombinationen und – anforderungen finden. Gerne stehen auch wir Ihnen bei der Auswahl der richtigen Dolmetscherin oder des Dolmetschers für Ihre Veranstaltung zur Verfügung. Durch unser breites Netzwerk an Kollegen und Kolleginnen finden wir sicher jemanden, der die sprachlichen Herausforderungen für Sie meistert. Wir tragen gerne zum Gelingen Ihres Events bei. Sprechen Sie uns einfach an, gemeinsam finden wir eine Lösung!

A-Sprache

Posted on 8. April 2019 by in Allgemein, Dolmetschen, Übersetzen with no comments

Die A-Sprache der Sprachmittler

In der Welt der Sprachmittler, also der Dolmetscher und Übersetzer, spricht man nicht immer von Muttersprache, sondern verwendet häufiger den Begriff A-Sprache. Die A-Sprache beschreibt die Sprache, in der eine Person sich am besten ausdrücken kann. Dies kann die Muttersprache sind, muss es aber nicht. Die A-Sprache ist außerdem die Sprache, mit der der Dolmetscher höchst aktiv arbeitet. Bei den Sprachendiensten der EU-Institutionen gilt das Muttersprachenprinzip. Es wird also, bis auf Ausnahmen für einige seltenere Sprachen, ausschließlich in die Muttersprache und nicht in die Fremdsprache gedolmetscht.

 

Manche Dolmetscher sind zweisprachig aufgewachsen. Welche der beiden Sprachen ist dann die Muttersprache? Tatsächlich die Sprache, die die Mutter gesprochen hat? Nicht unbedingt. Denn auch, wenn man vielleicht mit der Mutter immer Französisch gesprochen hat, aber in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, wenn man in seiner Freizeit und im Alltag überwiegend Deutsch gesprochen, gelesen und gehört hat, ist Deutsch vermutlich die stärkere Sprache, also eher das, was Menschen als Muttersprache bezeichnen würden.

 

An den Universitäten wird der zukünftige Studierende nach seiner A-, B- und C-Sprache gefragt. Es muss also nun angegeben werden, welche Sprache die Stärkste ist, egal, ob jemand eine, zwei oder fünf Muttersprachen hat. Denn entgegen unserer Vorstellung von Zweisprachigkeit ist meist eine von mehreren Muttersprachen stärker ausgeprägt. Die sprachliche Kompetenz der Zweisprachigen ist also nicht auf allen Gebieten gleich hoch. Dass man mit zwei Muttersprachen beide Sprachen nur halb spricht, lässt sich wissenschaftlich allerdings auch nicht unbedingt belegen. Etwas detaillierter lässt sich dies auch hier nachlesen.

 

Neben der A-Sprache gibt es auch noch die B- und C-Sprachen, auf die an anderer Stelle genauer eingegangen wird.

 

Nicht an allen Universitäten kann man mit allen A-Sprachen studieren. Alle Institute an deutschen Universitäten erlauben selbstverständlich Deutsch als A-Sprache. Manche Institute lassen darüber hinaus auch andere Sprachen als A-Sprachen zu, wobei das tatsächliche Zustandekommen ausreichend großer Kurse (und somit die Zulassung) stark von der Anzahl der Bewerber mit entsprechender A-Sprachen-Angabe abhängt.